AUDI Typ-C ALPENSIEGER

Mrz 15, 2022 | 0 Kommentare

AUDI Typ C Alpensieger

An dieser Stelle möchte ich zeigen, wie aus einem Standmodell im HO-Maßstab 1:87 ein fahrfähiges und ferngesteuertes Funktionsmodell wird. Dazu habe ich mir einen AUDI Typ C, auch als ALPENSIEGER bekannt, aus dem Jahre 1913 ausgesucht.

Der erste Schritt ist das Modell zu zerlegen, das geht je nach Hersteller mal mehr mal weniger schnell, je nachdem, ob das Modell verklebt oder  nur zusammengesteckt ist. Danach kann man grob abschätzen, ob der zur Verfügung stehende Bauraum ausreicht, um die notwendige Technik aufzunehmen.

Hier sieht man die Hauptbaugruppen des Modells. Rechts das Chassis, links die Karosserie und in der Mitte ein selbst gebautes Probechassis aus Basismaterial aus der Platinenherstellung mit Lenkung, Hinterachse und Rädern und kopfüber platziertem Lenkservo. Die lenkbare Vorderachse ist von mir aus Messing selbst gefräst worden.

Hier einmal so eine Vorderachse, allerdings von einem LKW, also mit größerer Spurweite, aber ansonsten baugleich mit der im Audi zu verbauenden Achse.

Die Karosserie ist über das Probechassis gestülpt und man kann abschätzen, ob die Technik auch wirklich im Auto verstaut werden kann. Hier sieht es gut aus und ich kann weitermachen.

Das vorher aus 1mm-Platinenmaterial gebaute Probechassis ist hier durch das aus Vollmessing gefräste Chassis ersetzt worden. An der Hinterachse ist eine Aussparung mit dem schrägverzahnten Zahnrad zu sehen in das später die Antriebsschnecke des Motors greift. Das Messing bringt ein wenig mehr Gewicht. Mikromodelle sind meistens zu leicht und mehr Gewicht erhöht die Traktion der Räder und führt zu  ruhigeren Fahreigenschaften.

In der Mitte ist das Chassis jetzt mit montiertem Motor und Schneckengetriebe zu sehen. Oben die Karosserie, daneben der LIPO-Akku mit 3,7Volt und 40Milliampere in der Seitenansicht und unten links der 2,4Ghz- Funkempfänger.

Hier ist die Karosserie mit Kotflügeln auf das Chassis gestellt und alle notwenige Technik (Empfänger und Akku ) provisorisch verstaut. Jetzt gilt es die überstehenden Kabel auf das notwendige Maß zu kürzen und in der Karosserie unter zu bringen.

Das ursprüngliche Modell war ja nach heutigem Sprachgebrauch ein Cabrio (1913 hätte man dazu vermutlich Tourer gesagt), also bietet die Karosserie nur bis zur „Gürtellinie“ nutzbaren Bauraum. Der reicht leider für die Technik nicht aus, also muss ich den Teil nutzen, der oberhalb dieser Linie liegt, dadurch wird die Technik teilweise sichtbar bleiben. So ist das eben manchmal im Modellbau, da muss man mit solchen Lösungen leben.

Die Technik ist endgültig untergebracht und alle Kabel gekürzt. Um die Technik ein wenig zu verstecken, habe ich aus Polystyrolmaterial ein Verdeck gebaut und dieses schwarz lackiert. Das Basismodell hatte dieses Verdeck nicht, sondern war ja offen dargestellt worden.

Das Verdeck ist montiert und das Modell fast fertig. Hinter dem Modell sieht man einige Lackdrähte aus dem Modell kommen, die führen zur Beleuchtung des Audi. Wie man so ein Modell beleuchtet, zeige ich an anderer Stelle. Um die Technik oberhalb der Gürtellinie noch ein wenig optisch in den Hintergrund treten zu lassen, kann man das Alles auch noch schwarz lackieren.

Soweit bis hierher. Natürlich habe ich die Enstehung so eines Modell nur in groben Zügen beschrieben, alles andere würde auch den Rahmen sprengen. Ich habe vor allem nicht die manchmal auftretenden Probleme und Schwierigkeiten beschrieben, die Modellbau zu einem Geduldsspiel machen können.

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